Müssen Schuhe aus Boxcalf Leder wirklich sein?

Wer schon den einen oder anderen Artikel auf diesem Blog gelesen hat, dem wird nicht entgangen sein, dass ich ein begeisterter Anhänger von klassischer Herrenmode bin.

Dies gilt ganz besonders für das Schuhwerk. Nun gibt es aber auch Bereiche, in denen Traditionen und Ethik miteinander kollidieren. Ein solcher Bereich ist das Boxcalf Leder.

Wirklich edle Herren Schuhe müssen aus Boxcalf Leder sein

So lautet zumindest die gängige Aussage. Aber stimmt das wirklich?

Boxcalf Leder wird nämlich aus der Haut des Milchkalbs hergestellt und da muss die Frage erlaubt sein, ob das wirklich notwendig ist.

Was sollte an der Haut eines Milchkalbs besser sein, als an der eines ausgewachsenen Tieres? Nach meinem – zugegeben begrenzten – Verständnis gar nichts.

Natürlich, die Narben des Leders sind feiner und gleichmäßiger. Aber ob das wirklich als „besser“ zu bezeichnen ist, sei einmal dahingestellt.

Nun könnte man auf dem Standpunkt beharren, dass für Boxcalf Leder ja keine Kälber geschlachtet werden, sondern lediglich die Häute der Tiere verwendet werden, welche ohnehin für den Verzehr geschlachtet werden.

Genau dieser Punkt offenbart aber vielleicht auch ein generelles Dekadenz-Problem unserer Gesellschaft.

Kein Bauer hätte früher ein Kalb geschlachtet

In unserer Überflussgesellschaft, an die wir uns schon so sehr gewöhnt haben, vergessen wir gerne den natürlichen Lauf der Dinge.

Tiere waren früher lebensnotwendig. Und in vielen Kulturen wurde der Wohlstand eines Mannes an seinem Viehbestand gemessen. Fleisch war knapp und wurde sorgsam rationiert.

Die hauptsächliche Nahrung bestand eher aus vegetarischer Kost. Fleisch war etwas Besonderes und sehr oft nur dem Familienoberhaupt vorbehalten.

Nicht umsonst verwendet man auch gerne den Begriff Schlachtfest. Ein Gut, welches so knapp war, wurde früher nicht so inflationär behandelt wie heute.

Kein Bauer der seine fünf Sinne zusammen hatte, hätte ohne Not ein Kalb geschlachtet und damit auf mindestens 250 Kilogramm Fleisch im Vergleich zu einem ausgewachsenen Tier verzichtet.

Ob man vor diesem Hintergrund nun wirklich zwingend Schuhe aus Boxcalf Leder braucht, sei einmal dahingestellt und letztlich muss das Jeder für sich selbst entscheiden.

Das hier geschriebene soll auch keinesfalls ein moralischer Aufruf sein, sondern lediglich als Information für alle dienen, die mit diesem Thema bislang noch nicht konfrontiert waren.

Ich persönlich habe durch das Tragen von Schuhen aus normalen Rindsleder bis zum heutigen Tag jedenfalls keinen Nachteil feststellen können ;-) .

Ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch…

John Lobb Schuhe

Schuhe von John Lobb. Das ist nicht einfach nur eine Marke. Das ist Geschichte. Geschichte und Tradition.

Jeder der sich näher mit John Lobb Schuhen beschäftigt, stößt unweigerlich auf die Geschichte, wie John Lobb zum königlichen Schuhmacher wurde.

Der Legende nach soll er ein Paar Reitstiefel auf gut Glück an den Prince of Wales geschickt haben, worauf dieser ihn zu seinem Schuhmacher ernannte.

Ob sich dies tatsächlich so zugetragen hat, sei dahingestellt. Aber wenn es so gewesen sein sollte, dann war das der Grundstein für die Entstehung des wohl berühmtesten Schumachers der Welt. Den ganzen Beitrag lesen

Die zwei Wölfe

Beim Lesen auf ms-gateway habe ich zufällig nachfolgenden Text gelesen und fand ihn so treffend, dass ich ihn direkt auch hier posten musste: Den ganzen Beitrag lesen

Die Sache mit der Hygiene…

Zu einem gepflegten Dinner gehört eigentlich auch ein entsprechendes Restaurant. Wie schön ist es doch da, wenn man sich sicher sein darf, dass es im Hintergrund (der Küche) genauso gepflegt zugeht, wie im Gästebereich selbst. Den ganzen Beitrag lesen

Banker, Baccara und Boliden – Formula Food de Monaco

Der Grand Prix de Monaco auf dem Circuit de Monaco vom 14. bis 16.Mai 2010

Heißgeliebter oder abgrundtief gehasster Anachronismus an der Coté d’Azur … je nachdem ob man Zuschauer oder Rennfahrer (oder noch schlimmer: Mechaniker) ist.

19 Kurven (12 mal rechts-, 7 mal linksrum) auf 3,34 Km Rennstrecke mit unebenem Asphalt, Kanaldeckeln und Fahrbahnmarkierungen.

Die Strecke so schmal wie ein Feldweg (na ja … fast), Leitplanken ohne Ende.

Auslaufzonen … mit ganz wenigen Ausnahmen: Fehlanzeige

Nahezu keine Überholmöglichkeiten. Wer auf Pole steht und sich nicht VÖLLIG dämlich anstellt – oder einfach Pech hat – wird mit größter Wahrscheinlichkeit auch als erster die Zielflagge sehen.

78 Runden, aber nur gut 260 Km bis zum Ziel … bis zu den legendären Worten des Fürsten: „Ich freue mich, dass grade Sie gewonnen haben!“ (Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob der gute Albert diese Tradition dauerhaft fortführen wird …) Den ganzen Beitrag lesen

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